WB, 10.09.2011
Taxibusse im Einsatz
Mobil-Agenten stellen Fahrplanänderungen vor - viele Busse leer
Espelkamp (WB). Zum aktuellen Fahrplanwechsel werden zum ersten Mal Taxibusse in Espelkamp zum Einsatz kommen. Darüber haben am, Freitag die ehrenamtlichen Mobil-Agenten in Espelkamp informiert.Die ehrenamtlichen Mobil-Agenten Gunter Kramer (links) und Hajo Lübben (rechts) informieren die Espelkamperin Helga Mertineit an ihrem Stand auf dem Martkplatz.
Einen Grund für diese Maßnahme sehen die Mobil-Agenten Gunter Kramer und Hajo Lübben im demographische Wandel, der sich auch langsam in den ländlichen Bereichen bemerkbar mache.
»Inzwischen lohnen sich viele Fahrten einfach nicht mehr. Die Busse sind leer und werden kaum genutzt«, erklärte Gunter Kramer den Espelkamper Marktbesuchern. Das habe dazu geführt, dass nun zum ersten Mal Taxibusse im Espelkamper Raum eingesetzt werden.
Die Taxibusse fahren die Strecken der normalen Linienbusse, müssen jedoch eine halbe Stunde vor der fahrplanmäßigen Abfahrt unter 0 18 01/21 22 21 bestellt werden. »Auch der Anzahl der Personen muss angegeben werden, denn der Betreiber kann auch normale Taxen schicken und ist nicht verpflichtet zusätzliche Personen, die dann an der Haltestelle stehen, mitzunehmen«, betonte Hajo Lübben, der ebenfalls über die neuen Fahrpläne informierte.
Die Taxibusse fahren nicht unbedingt alle Haltestellen einer Strecke an. Die Strecken und Haltestellen sind an den Bushaltestellen und in den Fahrplänen mit dem Buchstaben »T« gekennzeichnet. Fahrpläne sind sowohl im Rathaus als auch im Reisezentrum erhältlich. Die Fahrplanänderung hat einen ernsten Hintergrund.
»Busse werden inzwischen fast nur noch für den Schulverkehr genutzt. Ansonsten bleiben sie eher leer«, sagte Gunter Kramer. Die beiden Mobil-Agenten sind jedoch auch der Meinung, dass von Seiten der Politik zu wenig Unterstützung käme. Die momentanen Entwicklungen könnten im schlimmsten Fall dazu führen, dass Busunternehmen sich irgendwann aus dem ländlichen Raum zurückzögen und die Menschen auf ein eigenes Auto angewiesen wären, meinte Kramer. »Gerade für ältere Menschen, die heutzutage Arztbesuche und dergleich gut mit dem Bus erledigen könnten, wären dann nicht mehr mobil.«
Artikel vom 10.09.2011
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