MobilAgenten helfen Bürgern
MobilAgenten auf dem Fachkongreß der BAGSO in Bonn
Gunter Kramer informiert mit Vortrag
Stemwede (WB). Die heimischen Mobil-Agenten haben den Fachkongress der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen in Bonn besucht.
Eine sichere und selbständige Mobilität wirkt sich entscheidend auf die Lebensqualität der Menschen aus. Um den Mobilitätsbedürfnissen in Zukunft besser begegnen und sich auf Veränderungen einstellen zu können, hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen verschiedene Partner, so auch die in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke ehrenamtlich tätigen Mobil-Agenten, zu einem Fachkongress nach Bonn eingeladen.
Er stand unter dem Motto: »Nach uns die Sintflut?«. Dort war auch der für die Gemeinde Stemwede zuständige ehrenamtliche Mobil-Agent Gerhard Bukschat aus Oppenwehe vertreten. Zusammen mit Gunter Kramer aus Espelkamp stellten sie sich und die Geschichte der »Mobil-Agenten« - von der Idee bis zur Praxis - und ihr ehrenamtliches Beratungsangebot beim Kongress einem breiten Publikum vor.
Gunter Kramer machte in seinem Vortrag deutlich, warum in einem ländlich strukturierten Raum eine große Überzeugungsarbeit notwendig ist, damit die Defizite der Menschen abgebaut werden, die sie davon abhalten Bus und Bahn zu nutzen. Obwohl der ländliche Raum über ein an den Bedürfnissen der Menschen orientiertes ausgebautes Verkehrsnetz verfüge, würde sich die Nutzer im öffentlichen Nahverkehr oft nicht zurecht finden, erklärte er.
Gerhard Bukschat: »Es ist für sie schwer, an Informationen über Bus und Bahn, Fahrpläne und Fahrpreise zu kommen, um zu klären, wie sie ihre täglichen Wege mit dem ÖPNV gestalten können«. Hier setzt die Beratungstätigkeit der Mobil-Agenten an. 2004 wurde durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalens die Idee der ehrenamtlichen Mobilitätsberatung geboren, 2005 das Projekt in den beiden Kreisen gestartet, um im ländlichen Raum eine bessere informative Verkehrspolitik zu entwickeln.
Das Konzept wird seitdem erfolgreich durch die Mobil-Agenten umgesetzt. Sie verstehen sich inzwischen als Bindeglied zwischen den Aufgabenträgern, den Busunternehmen und den Nutzern und bieten ein breites Spektrum an Auskünften und Informationen an.
Dicht umlagert war in den Pausen der Infostand der Mobil-Agenten Reichlich Gebrauch machten Kongressteilnehmer von dem angebotenen Informationsmaterial und ließen sich von Gunter Kramer und Gerhard Bukschat über weitere Einzelheiten der Projektaufgaben informieren.
Die Besucher baten sie, ihre praxisorientierten Erfahrungen in Veranstaltungen vor Ort einem interessierten Publikum vorzustellen. Mehr Informationen über die Beratungstätigkeit der Mobil-AgentenÊgibt es bei Gerhard Bukschat, v 0 57 73/91 10 56 oder im Internet unter: www.mobilagenten.de
Dieser Artikel ist am 27.11.2010 in der Stemweder Zeitung (Westfalen Blatt) erschienen.
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