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Pilotprojekt „Busbegleitung“ geht in Hiddenhausen am 19. Juli 2019 an den Start

Alle Hiddenhauser (und alle anderen), die an der Buslinie 646 zwischen Herford und Bünde wohnen und gerne mit diesem Bus fahren würden, sich aus den unterschiedlichsten Gründen aber nicht so recht trauen, können jetzt mutigen Schrittes zur nächstgelegenen Haltestelle an dieser Linie gehen. Ab Freitag, den 19. Juli 2019 werden ihnen jeden Freitagnachmittag ab zwei Uhr die MobilAgenten Jürgen Timm und / oder Hans-Herbert Bents, wenn nötig „zur Hand gehen“ und beim Ein- und Aussteigen auf der Fahrt in Richtung Herford oder Bünde helfen.

Wenn gewünscht, gibt’s noch Informationen zu Abfahrt- und Ankunftszeiten sowie Anschlussfahrten dazu. Überhaupt beantworten die beiden Busbegleiter gerne allgemeine oder auch ganz spezielle Fragen zu Fahrplan und Tickets – zum Beispiel auch, wie man im Öffentlichen Nahverkehr sparen kann.  

Angesprochen werden alle,

- die nicht mehr so beweglich sind und sich Hilfe beim Ein- und Aussteigen wünschen,

- die ohne Rollator nicht mehr so richtig unterwegs sein und schon gar nicht in den Bus einsteigen mögen,

- die gerne beim „Einsteigen“ mit dem Rollstuhl oder E-Scooter unterstützt werden möchten,

- die sich als junge Mutter mit Kinderwagen jemanden wünschen, der nicht erst um Hilfe gebeten werden muss,

- denen die Einkaufstaschen das Ein- und Aussteigen schwer machen,

- denen Busfahren fremd ist und sich unsicher bei dem Gedanken daran fuhlen.

Die Idee zu diesem Angebot entstand in der Diskussion einer Projektgruppe „mobil im Kreis Herford“, in der sich „Profis“ aus den Verwaltungen und ÖPNV-Verkehrsunternehmen und ehrenamtlich tätigen Initiativen wie den MobilAgenten über Entwicklungen und Aktionen bei Bus und Bahn austauschen. Andrea Stroba von der Gemeindeverwaltung Hiddenhausen, dort unter anderem für die Unterstützung von Senioren zuständig, brachte die Idee und Hiddenhausen „ins Gespräch“ und hatte sofort sowohl die MobilAgenten als auch die Verantwortlichen des zuständigen Verkehrsunternehmens BVO mit "an Bord".

Mit dem Angebot soll vor allem auch denjenigen helfen und Ängste nehmen, die es bisher gewohnt waren, mit dem Auto zu fahren, das aber jetzt nicht mehr können oder wollen. Für Senioren zum Beispiel ist es oft eine große Hemmschwelle, die Freiheit des eigenen Autos nicht mehr nutzen. Genau diese Hemmschwelle wollen die Akteure abbauen, die Fahrt mit dem Bus schmackhaft machen und auch zeigen, dass Busfahren einfach ist und Spaß machen kann.

Da die MobilAgenten als Busbegleiter ehrenamtlich tätig sein, ist der Service für die Fahrgäste mit keinerlei zusätzlichen Kosten verbunden. Sie benötigen nur das eigene Ticket. Und sie mussen sich auch nicht extra anmelden – die Busbegleiter erwarten sie ja schon im Bus.

Weitere Informationen einschließlich Fahrplan können hier heruntergeladen werden.